Wandern auf Malta: Die Kunst des Entdeckens

Wenn man als nicht Einheimischer an Malta denkt kommt einem sofort eins in den Sinn: Fabelhafte Strände, wunderbar warmes Wetter und eine Vielfalt an Touristen die eine kleine Insel im Mittelmeer zwischen Afrika und Europa entdecken wollen.

Aber Malta hat noch vieles mehr zu zeigen und bietet nicht nur im Sommer eine große Anzahl an Ausflugsmöglichkeiten. Sobald der ersten Regen nach der langen, heißen Sommerzeit gefallen ist, beginnt die Natur der schönen Insel zu blühen! Ein spektakulärer Prozess startet und während in unzähligen anderen Ländern Europas langsam der Winter einbricht und die Pflanzen ihren Schutz vor der Kälte suchen, fängt auf der kleinen Inselgruppe im Mittelmeer das bewundernswerte Leben der Natur erst richtig an.

Und wie kann man die unberührte Flora und Fauna am besten erkunden? Wie wäre es mit einer von vielen schönen Wandertouren quer durch das Herz der Insel!

Abgesehen vom schönen Meer das man durch die über 250 km lange Küste von vielen Orten aus bestaunen kann, bietet Malta erstaunlicherweise eine Menge an bunten Blumen, exotischen Bäumen und vieler anderer Pflanzen.

Viele der unzähligen Wanderrouten führen auch an den vielen Feldern vorbei, die von den maltesischen Bauern nach dem dürren Sommer wieder aufbereitet werden. Die Weinreben und der Anbau zahlreicher Obst- und Gemüsesorten bilden einen wunderbaren Anblick und führen die Wanderer näher an die Kunst der Weinindustrie und des Anbaus heran. Wie wäre es zum Beispiel mit einem kleinen Stopp in einem Weingut, um eine traditionell maltesische Weinprobe in die Wandertouren einzubauen?

Eine andere tolle Möglichkeit während der Wanderung auf Malta eine Pause zu machen ist es natürlich, ein erfrischendes Bad im Mittelmeer zu nehmen. Vor allem im Sommer bietet es sich an, eine Wanterroute entlang der Küste zu wählen, um das beeindruckende Meer in seiner vollen Entfaltung zu erleben. Mit einer professionellen Wanderkarte kann man sich seine eigene Tour zusammenstellen und so sichergehen, dass man auch die vielen beliebten Sandstrände und eigene Favoriten auf der Insel in seine Route einbaut. Im Winter dagegen bietet es sich an, die Mitte der Insel genauer ins Visier zu nehmen. Hier kann man am besten die unberührte Natur hautnah erleben und läuft zwischen Granatapfelbäumen, Kakteen und Blumen in unzähligen Farben den Wanderweg entlang.

Prinzipiell ist aber auf der ganzen Insel etwas für jeden zu entdecken. Im Süden grüßen Fischerdörfer, wie zum Beispiel Marsaxlokk mit dem wöchentlichen Fischmarkt, der jeden Sonntag stattfindet, und atemberaubende Sehenswürdigkeiten die von der Natur selbst gezaubert wurden, beispielsweise der St. Peter’s Pool. An der nördlichen Küste Maltas finden Wanderer die höchsten Aussichtspunkte der Insel. Entlang der atemberaubenden Dingli Cliffs, welche unter anderem einen unvergleichlichen Sonnenuntergang bieten, gelangt man zu den archäologischen Höhepunkten der Insel. Die Ħaġar Qim und Mnajdra Tempel liegen im Süd-Westen Maltas und sind zwei von sechs Tempeln, die auf der Weltkulturerbenliste von UNESCO verzeichnet sind. Eine Wanderung entlang der nördlichen Seite Maltas bietet also mithilfe einer Wanderkarte eine erlebnisreiche Tour mit kulturellen, archäologischen und mediterranen Höhepunkten.

Ganz egal wo auf Malta man seinen Gang durch die Natur genießt, wichtig ist immer, eine passende Ausrüstung parat zu haben. Vor allem im Sommer ist deshalb wichtig, gute Vorbereitungen zu treffen, um für mögliche Hindernisse gewappnet zu sein. Was keinem Wanderer fehlen darf, sind natürlich festes Schuhwerk und jede Menge Wasser als Durstlöscher! Ideal sind auf Malta gut profilierte Wanderschuhe, die am besten knöchelhoch sind, damit die steinigen Wanderwege gemeistert werden können. Außerdem ist auch besonders darauf zu achten, dass ausreichend Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung nicht fehlen. Viele Menschen unterschätzen allerdings auch schon im Frühjahr die Kraft der Sonne, was einen unangenehmen Sonnenbrand hervorrufen kann! Auch dies lässt sich schon in den frühen Monaten mit Sonnenschutz, Sonnenbrille und Kopfbedeckung vermeiden.

Falls man einen der seltenen Regentage auf Malta erwischt, sollten auch Regen- und Windkleidung nicht fehlen. Und um alles zu verstauen, was man mitgebracht hat, nimmt man bevorzugt einen Rucksack. Dieser sorgt dafür, dass beide Arme frei sind, die man nicht nur als zusätzliche Stütze auf holprigen Wanderrouten brauchen kann, sondern auch um die faszinierenden Ausblicke und Sehenswürdigkeiten auf Bildern festzuhalten.

Es ist also ziemlich gleichgültig, wohin es einen bei seiner Wandertour auf der schönen Insel Malta verschlägt. An jedem Ende findet man zahlreiche Schätze und kann ein paar Tage lang den mediterranen Hauch spüren, den die Insel versprüht. Ob Einzelgänger oder Teamplayer, ob Sonnenanbeter oder Schlechtwetter-kämpfer, jeder kann auf Malta seine Wanderlust befriedigen!