Maltesisch: Die arabische Sprache Maltas

Il-gurnata it-tajba!
Das ist maltesisch und heißt „Guten Tag“. So begrüßen sich die Einheimischen auf Malta untereinander.

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Die „Malteser“ sprechen, neben der Amtssprache Englisch, eine weitere Amtssprache, das Maltesisch, auch Malti genannt. Trotz der langen Zugehörigkeit zum britischen Weltreich haben die Malteser ihre maltesische Sprache bewahrt. Größere Wortschatzanteile aus dem Italienischen sowie geringe Anteile aus der spanischen, französischen und englischen Sprache dominieren in der maltesischen Sprache. Diese verfügt über 393.000 Muttersprachler und es ist die einzige semitische Sprache, die fast ausschließlich mit lateinischen Buchstaben geschrieben wird. Das Alphabet besteht aus 6 Vokalen und 24 Konsonanten.

Malti

Neben der Sprache ist auch Maltas Mentalität eine Besonderheit. Die dunkelhaarigen, braunhäutigen Malteser haben eine sehr liebe, freundliche und hilfsbereite Art. Egal, ob man sich etwas zu Essen holt oder sich in der Mittagspause einen Cappuccino gönnt, die Verkäufer der vielen kleinen Shops haben immer ein Lächeln im Gesicht und begrüßen einem immer sehr herzlich. Die Malteser sind deutlich zurückhaltender als ihre italienischen Nachbarn, aber ein kurzes nettes Gespräch schafft eine gemütliche Atmosphäre. Da Englisch eine Amtssprache ist und die Malteser es von der Pike an lernen, sind Konversationen also problemlos möglich, auch ohne der maltesischen Sprache mächtig zu sein. Auch die südländische Gelassenheit ist auf Malta zu spüren. So sitzen morgens schon ein paar Malteser gemütlich auf einer Bank und reden über Gott und die Welt. Beim Schlendern durch die schmalen Gassen zwischen den Häusern oder an der Promenade entlang, ist diese Mentalität ganz besonders zu spüren.

leckere Blätterteigtasche, genannt "Pastizzi"

Malta bietet eine vielseitige kulinarische Speisekarte an. Es gibt Restaurants mit italienischen und sizilianischen Gerichten, asiatischer Küche mit Sushi sowie griechisches und türkisches Essen. Wer Lust auf ein typisch englisches Frühstück hat, wird auf jeden Fall fündig. In der maltesischen Küche ist neben Fleisch- und Geflügelgerichten ganz besonders Kaninchen beliebt, es gilt als das Nationalgericht Maltas und wird „Fenek“ genannt. Auf verschiedene Arten wird das Kaninchen zubereitet, entweder im Teigmantel mit Oliven, Kapern und Tomaten oder angedünstet in Rotweinsauce mit Knoblauch. Für eine Kleinigkeit zwischendurch sind die kleinen Pastizzi bekannt. Der maltesische Snack sind kleine Strudelteigtaschen gefüllt mit Frischkäse, Erbsenpüree oder auch mit Hackfleisch. Kleine Pastizziläden sind hier auf Malta an jeder Ecke zu finden und wesentlicher Bestandteil der maltesischen (Ess-) kultur.

Cisk Beer

Kinnie

Zum Essen gehört auch immer ein Getränk, vielleicht das leckere „Cisk“, Maltas einheimisches Bier? Es ist ein Lagerbier und ist vergleichbar mit dem deutschen Export. „Cisk“ wird seit 1928 in der Simons Farsons Cisk Brauerei hergestellt. Oder darf es eher das typische maltesische Erfrischungsgetränk „Kinnie“ sein? Es gilt als das Nationalgetränk auf Malta. Es wird aus Wermut hergestellt, weswegen es seinen bitteren Geschmack bekommt, dazu noch Bitterorange und verschiedene Kräuter. Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, aber man merkt schnell, das Kinnie ein hervorragender Durstlöscher ist.Die Mehrheit der maltesischen Bevölkerung ist römisch-katholisch und deswegen werden das ganze Jahr über in den Städten und Dörfern Feste zu Ehren der Kirchenschutzpatronen gefeiert. Zu diesen „Festas“ strömen Besucher von überall her, um die festlich geschmückten Kirchen, Straßen und Häuser, die feierliche Prozession und das spektakuläre Feuerwerk zu bewundern. Das im Oktober stattfindende „Birgu - Fest“ ist ebenfalls ein wunderschönes und unvergessliches, durch und durch maltesisches Ereignis. Die Eingänge der Häuser, die Kirchen und jede noch so enge und verwinkelte Gasse der Stadt sind überall festlich dekoriert und mit tausenden Kerzen geschmückt. In Valletta, Maltas Hauptstadt, finden ebenfalls zahlreiche Feste statt, unter anderem „Notte Bianca“, die lange Nacht der Kultur und Künste. Die Paläste und Museen öffnen die Türen, Kunstausstellungen, Tanz- und Theateraufführungen, Open-Air-Konzerte sind in der ganzen Stadt verteilt und es gibt ein vielseitiges kulinarisches Essensangebot, das maltesische, britische, arabische und italienische Elemente beinhaltet. Gutes Essen gehört zum guten Ton, ebenso wie die vielen lebhaften Diskussionen. Dies ist glücklicherweise kein Problem, da die Amtssprache in Malta neben Maltesisch auch Englisch ist und ein jeder eingeladen ist mitzudiskutieren.

Birgu Candle Night

Die Musikwelt auf Malta ist ebenfalls erwähnenswert. Diese ist sehr bunt gemischt, wobei natürlich englische Songs sehr präsent sind, da, wie auch eben schon erwähnt, Englisch einer der zwei Amtssprachen auf Malta ist. Aber auch die traditionelle Volksmusik nahm in den letzten Jahren kontinuierlich zu, da viele maltesische Künstler versuchen, die mediterran klingende Folklore wieder auf Malta zu etablieren. Das bekannteste Musikfestival auf Malta ist das jedes Jahr im Juni stattfindende „Isle of MTV“. In dieser Zeit steht die Insel komplett Kopf. Mehr als 50 000 Musikbegeisterte strömen nach Valletta, um bekannte Künstler, wie zum Beispiel Lady Gaga, Enrique Iglesias und One Republic zu sehen.

historische Windmühle auf Gozo

Was auf jeden Fall zu Maltas ursprünglichen Landschaftsbild gehörte, sind die wunderschön gebauten maltesischen Windmühlen aus Stein. Sie dienten früher als Getreidemühlen und waren fast in jeder Stadt und in jedem Dorf zu finden. Die Mühlen bestanden aus zwei Ebenen, dem Erdgeschoss und der ersten Etage. Während das Erdgeschoss der Mühle für das Brotbacken genutzt wurde, wohnte in der ersten Etage der Müller mit seiner Familie. Leider sind die Windmühlen heute nicht mehr so gut erhalten, viele haben keine Flügel mehr, aber dennoch existieren noch einige auf der Insel. Die bekannteste Windmühle „Ta' Kola“ befindet sich in Xaghra auf Gozo und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurde vollständig restauriert und ist funktionstüchtig. Heute befindet sich in der Windmühle ein interessantes Volkskundemuseum.

Luzzo

Neben den Windmühlen gehört heute noch etwas anderes zu Maltas Wahrzeichen; sie sind sehr bunt, besitzen Verzierungen, haben auf jeder Seite ein Auge und tummeln sich in jeder Bucht von Malta: Es sind die Fischerboote „Luzzi“. Die am Bug aufgemalten Augen, entweder das Horusauge oder die Augen des Osiris, des ägyptischen Totengottes, sollen den Fischer auf hoher See vor dem Bösen schützen. Zusätzlich bekommt jedes maltesische Fischerboot noch einen christlichen Namen.

Bug mit Auge und christl. Namen

Malta ist also in vielerlei Hinsicht bunt gemischt. Das internationale Flair spiegelt sich auf allen Ebenen wieder und ist äußerst interessant. Neben der Sprache in Malta sind auch die verschiedenen kulturellen Einflüsse und die historischen Sehenswürdigkeiten, sowie die Mentalität und die Musik in jedem Fall eine interessante Erfahrung und allemal eine Reise wert.